9. Sinfoniekonzert

Sommernachtsträume

© Oliver Killig
Riccardo Minasi, Dirigent
© Matthias Creutziger
Rudolf Buchbinder, Klavier
Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden,

gespielte Werke

Paul Wranitzky

  • Ouvertüre zum Singspiel »Oberon, König der Elfen«

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • »Ein Sommernachtstraum«

Mitwirkende

  • Riccardo Minasi Dirigent
  • Rudolf Buchbinder Klavier
  • Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden

William Shakespeares Zauberwald steht Pate für dieses Programm. Paul Wranitzkys Ouvertüre »Oberon, König der Elfen« aus dem Jahr 1789 führt in eine Welt der Märchen und nächtlichen Fantasie. Auch Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert C-Dur KV 467 verbindet leuchtende Eleganz und lyrische Ruhe – mit jenem berühmten Andante, das zu den innigsten Eingebungen des Komponisten zählt. Den Solopart übernimmt der große Mozart-Interpret Rudolf Buchbinder. Mit der Bühnenmusik zu »Ein Sommernachtstraum« schuf Felix Mendelssohn Bartholdy 1843 schließlich eine der poetischsten Shakespeare-Deutungen der Musikgeschichte: ein klingendes Panorama zwischen Elfenreigen, Liebesverwirrung und nächtlichem Zauber.

Felix Mendelssohn Bartholdy:
»Ein Sommernachtstraum«

»Die zauberhaften Klänge Mendelssohns und die sprudelnde Energie des ›Sommernachtstraums‹ versetzen mich als Orchestermusikerin beim Spielen in eine festliche Stimmung; Leichtigkeit, Natürlichkeit, Freude, aber auch Melancholie geben dieser Musik eine besondere Erhabenheit. Die Durchsichtigkeit der Partitur erfordert absolute Konzentration auf das Zusammenspiel in seiner rhythmischen und klanglichen Raffinesse. Wenn dabei dieses prickelnde gemeinsame Musizieren entsteht, fühlt es sich wunderschön an, als Musikerin Teil eines Ganzen zu sein.«

Susanne Branny
Mitglied der 1. Violinen

  • Sonntag
    16.5.27
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    20 – 90 €
  • Montag
    17.5.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    16 – 78 €
  • Dienstag
    18.5.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    16 – 78 €

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn
im Opernkeller der Semperoper

Riccardo Minasi

Der italienische Dirigent Riccardo Minasi ist derzeit Erster Gastdirigent des Ensemble Resonanz, Artist in Residence an der Elbphilharmonie Hamburg und Künstlerischer Leiter des Orchestra La Scintilla am Opernhaus Zürich, eine Position, die er seit 2022 innehat. Zuvor war er von 2011 bis 2016 Mitbegründer und Dirigent von Il Pomo d’Oro, von 2017 bis 2022 Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg und von 2022 bis 2025 Musikdirektor des Teatro Carlo Felice in Genua.

In der Saison 2025/26 ist Minasi Artist in Residence an der Hamburger Elbphilharmonie. Dort dirigiert er vier Programme mit dem Ensemble Resonanz, darunter konzertante Aufführungen von Bellinis I Capuleti e i Montecchi und Haydns Die sieben letzten Worte Christi. Darüber hinaus ist er im Rahmen seiner Europatournee mit Beatrice Rana in Hamburg zu erleben; anschließend folgen Konzerte in Südamerika an der Seite von James Ehnes.

Zu den weiteren Höhepunkten der Saison zählen seine Debüts bei den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Luxembourg Philharmonic Orchestra, dem SWR Symphonieorchester, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra und der Dresdner Philharmonie, wo er gemeinsam mit Martin Fröst zu erleben sein wird. Zudem dirigiert er Mahlers Dritte mit dem Mahler Chamber Orchestra in Mahlers ehemaligem Komponierhäuschen in Maiernigg. Weitere sinfonische Programme führen ihn nach Essen, Dortmund und Köln sowie zum West Australian Symphony Orchestra und zum Queensland Symphony Orchestra.

Nach seinem Konzert mit dem Royal Concertgebouw Orchestra in der vergangenen Saison mit Bachs Matthäus-Passion kehrt Minasi an die Accademia Nazionale di Santa Cecilia zurück, um dasselbe Werk im Teatro Colón in Buenos Aires aufzuführen. Weitere Wiedereinladungen führen ihn zum Gürzenich-Orchester Köln und zum Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dort gemeinsam mit Sayaka Shoji. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen außerdem Auftritte mit den Berliner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden im Rahmen des ZDF-Adventskonzerts, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt und dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester.

Seine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Ensemble Resonanz führt ihn unter anderem zum Beethovenfest Bonn, in die Kölner Philharmonie und ins Concertgebouw Amsterdam. Auch bei den BBC Proms 2024 war das Ensemble zu Gast und wurde von der Kritik mit großer Anerkennung bedacht. Im Sommer 2025 kehrte Minasi gemeinsam mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment zu den BBC Proms zurück und präsentierte eine Neuproduktion von Mozarts Le nozze di Figaro, die zuvor beim Glyndebourne Festival gezeigt worden war.

Zu seinen bisherigen Opernproduktionen zählen Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro und Rodelinda an der Dutch National Opera, Dialogues des Carmélites und Don Giovanni am Palau de les Arts Reina Sofía, Le nozze di Figaro und Così fan tutte beim Glyndebourne Festival, Orfeo, The Turn of the Screw, Idomeneo, Cenerentola, Beatrice di Tenda und Norma am Teatro Carlo Felice in Genua, Les Pêcheurs de Perles bei den Salzburger Festspielen, Così fan tutte, Die Entführung aus dem Serail, Turco in Italia und Orlando Paladino am Opernhaus Zürich, Le nozze di Figaro, Iphigénie en Tauride, Alcina und Agrippina an der Hamburgischen Staatsoper sowie Carmen an der Opéra National de Lyon.

Riccardo Minasi verfügt zudem über umfangreiche Aufnahmeerfahrung mit international renommierten Künstlern. Allein 2016 wirkte er an vier mit dem Echo Klassik ausgezeichneten Alben mit. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit dem Ensemble Resonanz zählen Joseph Haydns Die sieben letzten Worte Christi am Kreuze (2018), die Cellokonzerte von C. P. E. Bach (2019) sowie Antonín Krafts Cellokonzert mit Jean-Guihen Queyras (2024). Letztere Aufnahme wurde mit dem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet. Sein jüngstes Album mit dem Ensemble Resonanz, Mozart: Haffner-Akademie, erschien im April 2025.

Minasis Interpretationen zeichnen sich durch musikalische Integrität und historisches Bewusstsein aus. Er war als historischer Berater für das Orchestre symphonique de Montréal tätig und wirkte gemeinsam mit Maurizio Biondi als Kurator und Herausgeber der kritischen Bärenreiter-Ausgabe von Bellinis Norma, die 2016 erschien. Minasi dirigierte das Werk anschließend mit dem Ensemble Resonanz in Hamburg, Köln und am Teatro Carlo Felice; die Produktion war bereits 2022 beim Festival d’Aix-en-Provence mit großem Erfolg zu erleben.

Rudolf Buchbinder

Rudolf Buchbinder zählt zu den legendären Interpreten unserer Zeit. Die Autorität einer mehr als 60 Jahre währenden Karriere verbindet sich in seinem Klavierspiel auf einzigartige Weise mit Esprit und Spontaneität. 

Als maßstabsetzend gelten insbesondere seine Interpretationen der Werke Ludwig van Beethovens. 60 Mal führte er die 32 Klaviersonaten auf der ganzen Welt bisher zyklisch auf und entwickelte die Interpretationsgeschichte dieser Werke über Jahrzehnte weiter. Als erster Pianist spielte er bei den Salzburger Festspielen sämtliche Beethoven Sonaten innerhalb eines Festspiel-Sommers.

Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens widmete der Wiener Musikverein Rudolf Buchbinder in der Saison 2019/20 einen eigenen Zyklus der fünf Beethoven Klavierkonzerte. Als Solist spielt er diese mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons, den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti sowie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter ihren Chefdirigenten Mariss Jansons, Valery Gergiev und Christian Thielemann.

Buchbinders Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Werken, welches er in über 100 Aufnahmen, viele von ihnen preisgekrönt, dokumentierte. Als maßstabsetzend gelten insbesondere seine Interpretationen der Werke Ludwig van Beethovens. Mit seinen zyklischen Aufführungen der 32 Beethoven Sonaten entwickelte er die Interpretationsgeschichte dieser Werke über Jahrzehnte weiter.

Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde am 8. Oktober 1817 per königlichem Dekret durch Friedrich August I. gegründet. Die Erlassung dieses Dekrets war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, des neu engagierten Hofkapellmeisters. Er hatte als neu engagierter Hofkapellmeister 1817 den Auftrag erhalten, neben der traditionsreichen italienischen Oper in Dresden auch eine deutsche Operngesellschaft ins Leben zu rufen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folge entwickelte sich der Sächsische Staatsopernchor dank hervorragender Persönlichkeiten, die ihn künstlerisch umsichtig und traditionsbewusst leiteten, zu einem erstklassigen und gefragten Klangkörper.

Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten und pflegten u.a. Joseph Metzner, Wilhelm Fischer, Karl Maria Pembaur, Ernst Hintze, Gerhart Wüstner, Hans Peter Müller-Sybel, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer bis heute ein spezielles, diesem Staatsopernchor zugehörendes Klangideal, das besonders auch durch die rege Konzerttätigkeit des Chores beeinflusst wurde. Homogenität des Klangs, klangliche Noblesse, kultivierter Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte und -fülle sind wesentliche Attribute, die für den Sächsischen Staatsopernchor stehen.