3. Sinfoniekonzert

Rückkehr des Feuervogels

© Benjamin Ealavoga
Robin Ticciati, Dirigent
© www.gregor-hohenberg.com
Leonidas Kavakos, Violine

gespielte Werke

Karol Szymanowski

  • Violinkonzert Nr. 2 op. 61

Igor Strawinsky

  • »L’Oiseau de feu« (»Der Feuervogel«)

Mitwirkende

  • Robin Ticciati Dirigent
  • Leonidas Kavakos Violine

Zwei Werke aus der Welt der musikalischen Moderne: farbenreich, schillernd, von Energie durchzogen. Karol Szymanowskis zweites Violinkonzert entstand 1933 in enger Zusammenarbeit mit dem Geiger Paweł Kochański. Es verbindet virtuose Brillanz mit einer frei fließenden, fast improvisatorischen Form. Den Solopart übernimmt Leonidas Kavakos, einer der prägenden Interpreten dieses Repertoires. Igor Strawinskys »Feuervogel«, 1910 für die Ballets Russes komponiert, machte seinen Schöpfer über Nacht berühmt. In märchenhafter Handlung und leuchtender Orchesterpalette verbinden sich russische Folklore, tänzerische Impulse und klangliche Raffinesse zu einem musikalischen Zauber von ungebrochener Wirkung.

Igor Strawinsky:
»Der Feuervogel«

»Strawinskys Musik wirkt wie kaum eine andere aus sich selbst heraus und bedarf somit keiner Interpretation. Dennoch treibt uns Musiker der Wunsch an, die ganze Bandbreite des musikalischen Ausdrucks hineinzulegen – sie kann gar nicht dramatisch, tänzerisch oder einfach schön genug gespielt werden! Die Berceuse (Wiegenlied) aus dem ›Feuervogel‹ ist eines meiner absoluten Lieblingssoli!«

Erik Reike
stellv. Solo-Fagottist

  • Samstag
    7.11.26
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    27 – 78 €
  • Sonntag
    8.11.26
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    23 – 82 €
  • Montag
    9.11.26
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    12 – 58 €

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn
im Opernkeller der Semperoper

Robin Ticciati

Der ausgebildete Violinist, Pianist und Schlagzeuger Robin Ticciati entdeckte seine Leidenschaft für das Dirigieren im Alter von 15 Jahren während seiner Zeit im National Youth Orchestra of Great Britain. Früh gefördert von Sir Colin Davis und Sir Simon Rattle, nahm seine internationale Karriere rasch Fahrt auf: Bereits 2005 debütierte er als jüngster Dirigent in der Geschichte der Mailänder Scala mit der Filarmonica della Scala. Nur ein Jahr später dirigierte er Mozarts »Il sogno di Scipione« bei den Salzburger Festspielen.

Robin Ticciati ist seit 2014 Music Director der Glyndebourne Festival Opera. Von 2017 bis 2025 war er Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, zuvor bekleidete er in der gleichen Position von 2009 bis 2018 das Scottish Chamber Orchestra. In Glyndebourne leitete er u. a. vielbeachtete Produktionen von »La damnation de Faust«, »Pelléas et Mélisande«, »Der Rosenkavalier«, »Katja Kabanowa« sowie ein Poulenc-Doppel (»La voix humaine« / »Les Mamelles de Tirésias«).

Er ist regelmäßig bei renommierten Klangkörpern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Philharmonic Orchestra, dem Budapest Festival Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe zu Gast. In den letzten Jahren arbeitete er außerdem mit den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestre National de France, der Staatskapelle Dresden und dem Gewandhausorchester Leipzig. In den USA dirigierte er u. a. das Cleveland Orchestra, das Philadelphia Orchestra, das Los Angeles Philharmonic und das San Francisco Symphony Orchestra.

Seine hochgelobte Diskografie umfasst Werke von Berlioz mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra; von Haydn, Schumann, Berlioz und Brahms mit dem Scottish Chamber Orchestra; von Dvořák, Bruckner und Brahms mit den Bamberger Symphonikern sowie von Bruckner, Debussy, Duruflé, Duparc, Fauré, Ravel, Rachmaninow und Strauss mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

Für seine Verdienste um die Musik wurde Robin Ticciati 2019 mit dem Order of the British Empire (OBE) ausgezeichnet.

Leonidas Kavakos

Leonidas Kavakos ist einer der großen Geiger unserer Zeit. Er studierte zunächst in seiner Heimatstadt Athen und ergänzte seine Ausbildung bei Josef Gingold an der Indiana University. 1985 gewann er den Sibelius- und drei Jahre später den Paganini-Wettbewerb. 

Er tritt mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, den Wiener Philharmonikern, dem Budapest Festival Orchestra, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchester der Mailänder Scala, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic Orchestra und dem Toronto Symphony Orchestra auf. 

Auch zu Festivals wie dem Verbier Festival, dem Lucerne Festival und den Salzburger Festspielen wird er eingeladen, darüber hinaus leitet er sein eigenes Musikfestival im Athener Megaro Mousikis. Er arbeitet u.a. mit Zubin Mehta, Riccardo Chailly, Herbert Blomstedt und Valery Gergiev zusammen. Gemeinsam mit den Capuçon-Brüdern, Antoine Tamestit, Yo-Yo Ma, Nikolai Lugansky, Denis Kozhukhin, Emanuel Ax und Yuja Wang ist er häufig auch in Kammerkonzerten zu erleben. 

Für seine Einspielung aller Beethoven-Sonaten mit Enrico Pace wurde er mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, 2014 war er Gramophone Artist of the Year. Seit einiger Zeit verbindet er immer öfter die Tätigkeit als Dirigent und Solist. Sechs Jahre lang war er Principal Guest Artist der Camerata Salzburg, deren künstlerische Leitung er von 2007 bis 2009 übernahm; außerdem dirigierte er bislang u.a. das Gürzenich-Orchester Köln, die Wiener Symphoniker, das Chamber Orchestra of Europe, die Filarmonica Teatro La Fenice, das Houston Symphony Orchestra, das Israel Philharmonic und das New York Philharmonic Orchestra. Er ist bis heute der einzige Geiger, der die Erstfassung von Jean Sibelius’ Violinkonzert spielen und aufnehmen durfte. 

Er spielt die „Willemotte“-Stradivari von 1734.